Idee und Objekt

Festgottesdienst auf dem SONNENHOF

21. Oktober 2017

Die Investition SONNENHOF in die Zukunft nahm vor 90 Jahren ihren Anfang. 1927 kaufte die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Norden von Dresden, um den Gemeinemitgliedern der näheren und weiteren Umgebung an diesem Ort Erholung und Begegnung zu ermöglichen.

Bemerkenswert ist dieser Schritt zu einem Zeitpunkt zwischen überstandener Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise. Wie viele Spenden haben sich die Menschen dafür förmlich vom Munde abgespart! In einem 1953 erschienenen Artikel des AdventBoten machte der damalige Vorsteher des Ostdeutschen Verbandes, Michael Budnick, darauf aufmerksam, dass der SONNENHOF die erste Einrichtung dieser Art in ganz Deutschland gewesen sei.

Der erste Gottesdienst fand im Oktober 1927 bei herrlichem Sonnenschein noch unter freiem Himmel statt. In den kommenden Jahren wurden Wellblechbaracken aufgebaut, um Unterkunfts- und Versorgungsmöglichkeiten für die wärmere Jahreszeit zu schaffen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde dann der Neubau eines massiven Haupthauses in Angriff genommen, was trotz unsagbarer Schwierigkeiten materieller und ideologischer Art schließlich mit der Einweihung am 11. Juli 1953 zum Abschluss gebracht werden konnte. Bruder Budnick schreibt dazu im AdventBoten: „Zu dieser Feier hatten sich etwa 800 Geschwister eingefunden.“ Unter heutigem Komfortverständnis und Platzanspruch jedes Einzelnen undenkbar!

Bis 1989 war der SONNENHOF immer eine Stätte der Begegnung. Als sich die Grenzen öffneten, führte der durchaus verständliche Drang vieler, nun endlich auch weiter entfernte Regionen zu bereisen, zu einem fast tödlichen Dornröschenschlaf des Areals. Engagierte Gemeindedemitglieder, für die sich der SONNENHOF mit vielen Ereignissen und persönlichen Erlebnissen verband, konnten und wollten dem Verfall nicht zusehen und gründeten im Jahr 2000 einen Freundeskreis.

Der Entschluss, den SONNENHOF wieder zu neuem Leben zu erwecken – ganz im Sinne der eingangs erwähnten Idee –, setzte erstaunliche Energien, Mittel und Möglichkeiten frei.

Heute bietet der SONNENHOF als Selbstversorgerhaus 25 bis 35 Personen Raum für Übernachtungen, für individuelle Wochenend- und Urlaubsgestaltung, für Gemeindeausflüge, Tagungen, Weiterbildungen und Klausuren. Der SONNENHOF wird von sozialen Einrichtungen genutzt, die beispielsweise Hilfen für Behinderte und Suchtgefährdete anbieten. Unter anderem fand hier schon eine Fahrradwoche für sehbehinderte Menschen statt, die sich in dem etwas verwinkelten Haus dennoch hervorragend zurechtfanden.

Wirkungsvoll unterstützt wird der SONNENHOF durch den Freundeskreis, dessen Mitglieder aus dem Dresdner Bereich, aber auch aus weiter entfernt liegenden Orten kommen. Wichtig ist darüber hinaus die Unterstützung durch viele freiwillige Helferinnen und Helfer, Förderer und Gäste, die mit einem Aufenthalt auf dem Sonnenhof den Fortbestand dieser großartigen Idee sichern helfen.

Den 90. „Blick zurück nach vorn“ wollen wir am 21. Oktober 2017 mit einem Festgottesdienst auf dem SONNENHOF mit all denen feiern, die sich diesem Ort nach wie vor verbunden fühlen. Dazu laden wir alle herzlich ein.

Egbert Buruck und Folkard Wunderlich
für den Freundeskreis und den Arbeitskreis SONNENHOF


 

Begegnungsstätte
SONNENHOF
Am Weinberg 45
01109 Dresden

Mobil: 0 1520. 4 98 46 25
Telefon: 0351. 8 80 71 22
Telefax: 0351. 8 89 34 59

Email schreiben